5. Mai 2026

Wenn Haltung verschwindet und genau dadurch wirkt

Medien stehen unter Druck: Aufmerksamkeit schlägt Einordnung, Zuspitzung schlägt Differenz. Soweit bekannt. Weniger sichtbar sind neue Formate, die auf Einordnung ganz verzichten. Daraus genau ziehen sie ihre Wirkung. Sie geben Raum, stellen Fragen, wirken neutral, sie sind es aber nicht. Denn auch ohne Widerspruch wird ausgewählt, gerahmt und verstärkt.
So entsteht eine neue Form von Einfluss: Haltung, tarnt sich als Abwesenheit von Haltung. Die Folge: Nicht allein Medien, wir selbst tragen immer mehr Verantwortung für den Diskurs. Demokratie lebt davon, dass wir miteinander sprechen, nicht nur beobachten.

29. März 2026

Der freie Platz

Ein Blick in einen Zug in Lissabon: Menschen unterschiedlichster Herkunft sitzen selbstverständlich nebeneinander. Kein Zögern, kein Einordnen – einfach Alltag.
Warum fühlt sich dieses Nebeneinander so entspannt an? Und was sagt das über unseren eigenen Umgang mit Vielfalt?
Eine leise Beobachtung über Nähe, Gewohnheit – und den freien Platz neben uns.

18. Februar 2026

Existenz bitte nachweisen – maximal 10 MB

Ich musste neulich beweisen, dass es mich gibt. Nicht philosophisch, sondern per Upload. Mein Leben: 18 MB. Erlaubt: 10 MB.
Eine kleine Satire über digitale Existenz, analoge Bürokratie und die Frage, wie viel Mensch in eine Datei passt.

6. Februar 2026

„Alois, sag was!“ – Ein Zwischenruf zur Rückkehr ökonomischer Vernunft

Was haben Matratzen, Generationengerechtigkeit und ein vergessenes Schlagercover gemeinsam? Hier werden die gängigen Mythen über Staatsverschuldung auseinandergenommen – mit Humor, ökonomischem Tiefgang und einem beherzten Gruß an meinen alten VWL-Professor Alois. Was als Science Slam begann, wird zur Einladung, Wirtschaft neu zu denken: Nicht als Sparkassen-Broschüre, sondern als Werkzeug für Zukunftsgestaltung. Schulden sind keine Sünde – Stillstand schon.

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