Über Grenzen und Möglichkeiten – Hommage an Thomas Knüppel

Die Besucher meiner Webseite kennen Thomas. Ihm habe ich die Filme zu verdanken, die hier unter der Rubrik „Martin TV“ zu sehen sind. Der erste Film mit mir „ausser man tut es“ war ein Geschenk von ihm, das mich heute noch besonders erfreut. Volltreffer.

Thomas und ich sind gute Freunde. Sehr verschieden sind unsere Lebenswege, sehr verschieden unsere Lebensbedingungen. Trotzdem verbinden uns viele gemeinsame Gedanken und Gefühle, viele Gespräche über das Leben, Freud und Leid, die Ästhetik des Lebens und unseren alltäglichen Frust über die großen und kleinen Unzulänglichkeiten. Thomas hört zu, er versteht mit wenigen Worten, er kann großartig Stimmungen und Botschaften in künstlerische Bilder umsetzen. Es ist ein Vergnügen mit ihm zu arbeiten.

Vor wenigen Tagen bekam ich einen Anruf von Thomas. Er war allerbester, besonders guter Laune. Diesen Gemütszustand möchte ich gerne viel öfter bei ihm erleben. Thomas hat einen ersten Preis gewonnen. Sein erster Preis auf seinem jungen Weg als „Filmemacher“. Er ist völlig zurecht stolz auf sich, er wollte sich bedanken dafür, dass ich zu den wenigen Menschen gehöre, die an ihn glauben und ihm immer Mut machen seinen Weg zu gehen.; die ihm nach Möglichkeiten Raum dafür geben, zu experimentieren, sein Können zu beweisen. Natürlich gewinne auch ich daran.

Ich schreibe hier über Thomas, weil ich seine Kraft und  seinen Mut stärken möchte. Ich schreibe hier, damit nicht nur die Leute vor der Kamera im Rampenlicht stehen, sondern auch der Künstler hinter der Kamera, an dem Computer für die Bildkomposition, den richtigen Schnitt und Ton. Thomas ist ein sehr einfühlsamer Mensch, das führt zu Kollisionen mit unserer ach so zielstrebigen und effizienzgetriebenen Welt, die den leisen Tönen der Ästhetik zu wenig Raum gibt.

Gegenstand des preisgekrönten Films „Maestrale“ (s.o.) ist die Überführung eines Bootes im Mittelmeer, auf der Thomas einen Freund begleiten durfte. Niemand ahnte, dass die beiden in Seenot gerieten und eine Grenzerfahrung zwischen Leben und Tod machten. Es war wichtig für Thomas, dies filmisch zu verarbeiten. Ich kenne mehr darüber aus seinen Erzählungen, ich habe eine Ahnung, wie tief das bei ihm gegangen ist. Ich freue mich mit ihm über diese kleine Anerkennung seiner Arbeit, die er sich wirklich verdient hat. Gratuliere, Thomas. Aus tiefster Seele!

Ich möchte mich hier heute bei Thomas bedanken für die großartigen Filme und für eine wichtige Freundschaft. Ich möchte ihm eine Plattform für Öffentlichkeit bieten, wie er es für mich tut. Und ich möchte ihm danken für eine wichtige Lebenserfahrung, die in dem Film mitschwingt, an die wir nicht oft genug denken können: Wir leben im hier & jetzt. Lasst es uns genießen und etwas daraus machen, was für den Moment und darüber hinaus Wert und Bestand hat.

Danke, Thomas.

 

Hier ein link zu seinem „Kanal“ auf vimeo.

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