Manifesto

„Ich mache mich gerne zum Narren, nur um zu beweisen, dass ich kein Idiot bin.“
Im Mittelalter gab es an jedem Hof eine Instanz der Vernunft, die mit Verstand, Gespür für die handelnden Personen sowie ihr Umfeld Tun und Denken überprüfte: der Hofnarr. Er war der Einzige, der es wagen konnte die Wahrheit zu sagen, zu widersprechen, Spiegel vorzuhalten, in neue Richtungen zu denken.

Der Hofnarr ist der Joker aus dem Kartenspiel – immer dann einsetzbar, wenn die passende Karte nicht zur Hand ist, furchtlos, für jedes Thema, für jedes Projekt verwendbar, erfahren, weise – immer passend und richtig am Platz.

Konstruktive Irritierer haben viele Ähnlichkeiten mit ihren mittelalterlichen Vorfahren. Sie wissen, worauf es ankommt, sie nehmen andere Sichtweisen ein, bewegen sich professionell in komplexen Kommunikationssystemen, sie sind weder Guru noch Besserwisser, statt dessen verantwortungsbewusst Mitsuchende auf einem Weg zu persönlichem und organisationalem Wachstum.

Ich habe vielfältige Rollenerfahrungen in meinem Leben gemacht. Ich war selbst leitende Führungskraft und habe meine Erfahrungen im Optimieren von Systemen und Prozessen gemacht, um Leistung und Rentabilität zu steigern. Wer nachdenkend mit offenen Augen durch dieses System gegangen ist, erkennt  die Grenzen dieser Vorgehensweise. Heute ist die Zeit, uns Innovationen zuzuwenden, uns mit neuen Denkweisen in einem dynamischen, komplexen Umfeld zu bewegen. Die entstehende Wissens- und Kreativwirtschaft löst die Paradigmen industrieller Denk- und Arbeitsweisen in raschem Tempo auf. Ich verstehe mich als agiler Begleiter, Berater und Coach in diesem Veränderungsprozess, der Sie in persönlichen und organisationalen Lern- und Wachstumsprozessen begleitet.

Die Anforderungen an Beratung und Coaching verschieben sich von explizitem Methodenwissen immer mehr hin zur einem „gewusst wie“, das Ausdruck einer tiefen Einbindung in die impliziten Denk- und Verhaltensstrukturen der Systeme seiner Kunden ist. Gute Beratung ist nicht „Ich weiß wie es geht“, sondern das Eintauchen in einen gemeinsamen Lernprozess. Darin werden Sie mich als einen erfahrenen, vertrauenswürdigen, aktiven, kreativen und verantwortungsvoll Mitsuchenden erleben, der sich einbringt, ehrliche Rückmeldungen gibt, Zäune einreißt und Brücken baut. Das kann ein guter Coach und Berater nur außerhalb der industriemäßig aufgestellten großen Beratungsgesellschaften leisten, weil in dieser Rolle talentierte Menschen benötigt werden, nicht große Namen oder ausgefeilte Methoden.

Coaching und Beratung sind kein Erziehungs- oder Therapieauftrag. Die Menschen mir gegenüber als Objekte meiner Arbeit zu sehen würde mit einem heiligen Grundsatz brechen: Augenhöhe! Meine Kunden und Partner sind immer selbstständige Subjekte mit all ihrer Persönlichkeit, ihren Talenten und Macken. Ich nehme sie so wie sie sind, ohne Ansehen von äußeren Merkmalen, Glaubensbekenntnissen, Orientierung und Rollen. Augenhöhe ist Ausdruck einer tief verwurzelten Haltung. Beratung ist eben nicht mehr die Rolle des Besserwissenden, der den Objekten seiner Arbeit erklärt, wo es lang geht. Beratung und Coaching sind heute: Wir teilen Wissen, Können und Erfahrung, wir werden in Kooperation etwas finden, was wir als vorteilhafter ansehen als den Ausgangszustand. Und dann nie aufhören, immer besser zu werden.

Beratung und Coaching sehe ich evolutionär und dynamisch statt vereinfachend und trivialisierend. Umsetzungsorientierung bedeutet nicht, mich zum handelnden Stellvertreter meiner Kunden zu machen, sondern sie zum Selbst-Handeln in die Lage zu versetzen. Ich implementiere nicht, ich entwickle zusammen mit meinen Kunden Interventionen, um Veränderungsmöglichkeiten sichtbar zu machen. Gute Kommunikation ist, die Interaktion aller Akteure zu erhöhen, neue Muster zu probieren.

Ich höre es gerne, als „Anti-Berater“ gelobt zu werden. Besserwisser sind out, Erfahrungen müssen in Lern- oder Projektteams selbst gemacht werden. Gute Berater stellen Fragen, sehen die Welt aus einem anderen Blickwinkel. Veränderungen entstehen nicht durch wochenlange „Hau-Ruck-Aktionen“ sondern durch regelmäßige (etwa einmal im Monat) gemeinsame Reflexion. Natürlich bringe ich mein Know-how ein, bin mit Leib und Seele dabei; aber der Prozess ist und bleibt der Prozess des Kunden. Den kann ich von außen „irritieren“, Anstöße geben. Die Veränderung selbst kommt aber immer von innen.

Version 3

Der CEO – das ist für mich die Rolle des Creative Ecosystem Organizers oder die des Chief Enthusiasm Officers.

Change, Projektmanagement, Kommunikationssysteme, moderne Führung in komplexen dynamischen Umfeldern, das sind meine Schwerpunktthemen in denen ich mich „Escort-Service“ im Zeitalter des Wandels verstehe, der mit und für seine(n) Kunden vor-, nach-, querdenkt und aktiv handelt.

Mein Ansatzpunkt ist dort, wo es wirklich etwas bringt: kein Powerpoint oder Heilslehren der Anpassung von Menschen an idealisierte Helden- oder Heiligenfiguren folgend. Ich will mit Ihnen die Ärmel hochkrempeln und als zusätzliches Mitglied ihres Teams mit Außensicht, seiner ganzen Persönlichkeit und seinen Erfahrungen den Brutkasten für neue Ideen und Handlungsräume auf Temperatur bringen.

Ich möchte, dass meine Arbeit »einen Unterschied macht«, dass sie zu einem Größeren beiträgt, einen Sinn ergibt, gesellschaftlich und für meine Kunden relevant ist, Fußspuren hinterlässt. Meine Sicht ist die eines Unternehmers, der etwas bewegen will. Diese Sicht ist die beste Möglichkeit von Vielen, die ich für mich gefunden haben, diesem Anspruch an mich zu genügen. Mit diesem Kontext wird die Beschreibung „Du bist ja ganz anders als andere Berater“ zum Kompliment.

Der Q – Pool 100, eine Vereinigung von Trainern und Beratern mit hohen Qualitätsstandards, hat eine Checkliste ( PDF) veröffentlicht, woran Sie gute Berater erkennen. Daran dürfen Sie mich gerne messen.